Gestern war ich in Hikone und wollte mal in einem schönen Ryokan mit Bad und allem übernachten, aber entweder man bezahlt über 300 Franken oder Frau lässt es bleiben, denn es ist hat sich als unmöglich erwiesen ein Ryokan zu finden, dass eine Alleinreisende Frau “aufnehmen” würde. Die nette Dame an der Touristeninformation musste mich nach etlichen Telefongesprächen leider enttäuschen. Die Besitzer hätten Angst, dass es Probleme gibt, da sich dort sonst nur Männer aufhalten. Es gäbe zwar separate Räume, die Wände seinen jedoch dünn. Dann eben nicht!!! Safety, alles scheint hier zu gefährlich zu sein. Dafür kam ich dann einiges günstiger unter, konnte mir ein feudales Nachtessen leisten und noch einen Teekrug. Also wer bei mir in Zürich mal vorbeischaut darf gerne japanischen Grüntee geniessen.
Ausserhalb Tokios scheint eine ungeschriebene Regel zu herrschen. Trifft man jemanden mit weisser Haut, dann kommt man einfach ins Gespräch. So habe ich heute Morgen auch einen Russen kennengelernt, der genau das studiert hatte, was ich in den nächsten viereinhalb Jahren zu studieren Gedenke. Er wollte mir bereits die ersten ETH-Professoren empfehlen. Auf jeden Fall half mir Serguei über die Runde als es darum ging mein Gepäck im Hotel zu deponieren um mir Hikone anzuschauen. Die Frau hatte meine Gesten nämlich so gedeutet, dass ich das Gepäck versenden wolle und hat sich sogleich eifrig daran gemacht Formulare hervorzukramen.
Hikone ist wunderschön. Es hat ein riesiges Schloss, liegt am grössten See Japans und hat viele niedliche Geschäfte und Souvenierläden. Genau das Richtige um noch einen entspannenden Tag zu verbringen bevor ich mit dem Hikari Shinkansen wieder nach Tokio bzw. Kasukabe gefahren bin.
Teekrug? Japanischer Grüntee? Hm… Alexander hat sich zwei Gläser gekauft, die so komisch verziert sind, so japanisch. Für… Grüntee! *g*
Ich bleib da ja lieber bei meiner Milch. 😉
Klappts mit dem Rückflug so, wie es sollte?