{"id":374,"date":"2011-06-30T18:28:49","date_gmt":"2011-06-30T18:28:49","guid":{"rendered":"http:\/\/chili.leven.ch\/?p=374"},"modified":"2016-04-25T13:34:05","modified_gmt":"2016-04-25T13:34:05","slug":"verschiedene-gesichter-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chili.mariane.ch\/?p=374","title":{"rendered":"Verschiedene Gesichter Teil II"},"content":{"rendered":"<p>Als Studentin bezahle ich normalerweise die H\u00e4lfte, doch im Westen Chinas wird meine Karte pl\u00f6tzlich nicht mehr akzeptiert. Als ich zum x-ten mal auf dieser Tour einen v\u00f6llig \u00fcberh\u00f6hten Preis bezahlen sollte, nur um einen Haufen chinesischer Touristen vor einer h\u00fcbschen Gesteinsformation posieren zu sehen, hat es mir gereicht. Ich bin noch Studentin und wenn sie das nicht akzeptieren wollen, dann schaue ich es mir eben nicht an! Ich stolzierte w\u00fctend davon.<\/p>\n<div id=\"attachment_375\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-375\" class=\"size-large wp-image-375\" title=\"DSC_8009\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8009-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8009-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8009-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-375\" class=\"wp-caption-text\">Gesteinsformationen vom Wind geformt. Allerdings aus dem Bus fotografiert, denn angehalten wird nur vor den beschrifteten Steinen.<\/p><\/div>\n<p>\u201eAber das kannst du doch nicht machen, das ist die Hauptattraktion.\u201c &#8211; *grrrrr* Ich beisse die Z\u00e4hne zusammen. Manchmal w\u00e4re schreien ganz befreiend. Stattdessen versuche ich ein schicksalsergebenes L\u00e4cheln, das keineswegs meine Missgunst verbirgt. \u201eDuosauchen?\u201c (= wie viel kostet es) frage ich also in meinem kaum verst\u00e4ndlichen chinesisch und er nennt mir den Studentenpreis.<\/p>\n<div id=\"attachment_376\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-376\" class=\"size-large wp-image-376\" title=\"DSC_8015\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8015-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8015-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8015-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-376\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberreste des letzten Abschnittes der Grossen Mauer. Ja, China ist zweifellos reich an historischen Monumenten.<\/p><\/div>\n<p>Vielleicht muss man hier manchmal wirklich einfach w\u00fctend werden und sich zur Wehr setzen, denn es schaut sehr selten jemand zu einem, wenn man diese Person nicht kennt. Ich frage mich woher das kommt. Allerdings gibt es auch keine Grundregeln. Ich halte mich inzwischen daran meinen Gef\u00fchlen einfach hin und wieder Ausdruck zu verleihen, denn das funktioniert oft und wenn nicht, dann ist es wenigstens befreiend. Allerdings reicht das auch nicht immer, um den hin und wieder zuschnappenden Geldhaien das Wasser zu reichen. So viel ich in den 1.5 Monaten hier erfahren habe, sind die Chinesen leider ziemlich Geld fixiert. Die einen wollen zeigen, dass sie es haben, die anderen wollen es den Leuten aus der Tasche ziehen und zwar nicht nur den Touristen aus dem Westen, sondern genauso den reichen Chinesen aus der Grossst\u00e4dten, denn nur weil diese so hohe Eintrittspreise (5-40 Franken pro Attraktion) bezahlen, ist es derart teuer und man bezahlt \u00fcberall. So kann man sich zum Beispiel einen Traubenhain f\u00fcr 15 Franken anschauen gehen. Das besondere daran? Es gibt davor ein Tor und einen Punkt, an dem markiert ist, dass man hier die besten Fotos machen kann. Woher ich das weiss? Ich vermute, denn ich habe mir das Geld gespart, aber es war bis jetzt an vielen Orten so.<\/p>\n<div id=\"attachment_377\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8391.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-377\" class=\"size-large wp-image-377\" title=\"DSC_8391\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8391-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8391-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8391-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-377\" class=\"wp-caption-text\">Kamelreiten f\u00fcr nur 5 Yuan, denkt man. Aber das war f\u00fcrs Foto. Danach kn\u00f6pfen sie einem 100 Yuan f\u00fcr den Ritt ab. Allerdings hat uns unser Taxifahrer in Turpan gewarnt.<\/p><\/div>\n<p>Eine ganz andere Tour hatten wir in Turpan, wo ich mich mit zwei Singapur-Chinesinnen zusammengetan und ein Taxi gemietet habe. Dies war erstens g\u00fcnstiger und zweitens nicht zu vergleichen mit der vorher erw\u00e4hnten Minibustour. Der Fahrer war ein Uygur und wir haben uns wunderbar mit ihm verstanden. Er hat uns an sch\u00f6ne Orte gebracht, wusste viel \u00fcber die Geschichte jener Orte und sprach sogar ziemlich gut Englisch. Wir haben das beste, lokale Mitagessen genossen und er hat uns sogar eine Runde Samsa ausgegeben.<\/p>\n<div id=\"attachment_378\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8362.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-378\" class=\"size-large wp-image-378\" title=\"DSC_8362\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8362-1024x685.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8362-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8362-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-378\" class=\"wp-caption-text\">Die besten Nudeln mit Gem\u00fcse, die ich bisher gegessen habe, gabs in diesem Restaurant. Alles frisch zubereitet.<\/p><\/div>\n<p>Und da war noch eine andere Sache. \u201eAussteigen!\u201c &#8211; \u201eWie bitte?\u201c &#8211; \u201eAussteigen!\u201c Es gab keinen Zweifel, wir hatten richtig verstanden. Ein warum erfuhren wir nicht, nur dass wir nicht mit dem Zug nach Delinha fahren konnten. Die Polizisten waren freundlich, aber eine Diskussion erwies sich als vergeblich. Sie sprachen nicht wirklich Englisch. Zum Gl\u00fcck war ein Chinese in der N\u00e4he, der sich als \u00dcbersetzer anerbot. Dennoch blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als auszusteigen. Draussen wartet bereits die Zugf\u00fchrerin mit etwa sieben weiteren Mittarbeitern. Sie entschuldigen sich vielmals, ebenso freundlich, wie die zwei Polizisten, der mir selbst meinen etwas ruppigen Hinweis (da er anders nicht verstand), dass er meinen Ruchsackregenschutz nicht zerreissen soll, nicht \u00fcbel genommen zu haben schien. Freunden w\u00fcrden wir dennoch nie werden. Es wird diskutiert und schlussendlich k\u00f6nnen wir unsere Fahrkarte bis nach Golmund verl\u00e4ngern. Das sind ungef\u00e4hr 6 Stunden zust\u00e4tzliche Fahrt und mehr kosten, aber immerhin k\u00f6nnen wir in den Zug zur\u00fcck. Inzwischen hat allerdings eine Chinesin Florences reservierten Platz eingenommen und gibt ihn nicht wieder freiwillig frei. Florence insistiert nicht und steht entsprechend erstmals eine Weile, w\u00e4hrend ich immer wieder einnicke, obwohl es viel zu heiss ist und wir eng zusammengepfercht sitzen, doch es ist sp\u00e4tnachts und die letzten paar Tage waren sehr anstrengend gewesen. Warum wir allerdings nicht nach Delinha durften ist mir noch immer ein R\u00e4tsel, denn Golmund ist viel n\u00e4her an Tibet. Daran kann es also nicht gelegen haben. Vielleicht ein Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt?<\/p>\n<div id=\"attachment_379\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8451.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-379\" class=\"size-medium wp-image-379\" title=\"DSC_8451\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8451-e1309457727362-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8451-e1309457727362-200x300.jpg 200w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_8451-e1309457727362-685x1024.jpg 685w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-379\" class=\"wp-caption-text\">Jiaohe (Die Ruinen einer Stadt 10 km von Turpan), unglaublich weitl\u00e4ufig und faszinierend.<\/p><\/div>\n<p>Schlussendlich erreichte ich aber Urumuqi und habe dort zwei Visas erhalten. Das eine f\u00fcr Kirgistan, das zweite f\u00fcr Kasachstan. Und damit bin ich auch schon weiter nach Kashgar gezogen, denn leider sind sie Datumsgebunden und laufen sehr bald aus. Daher befinde ich mich etwas unter Zeitdruck. Kashgar ist sch\u00f6n, allerdings gibt es viele Taschendiebe. Einer davon ist inzwischen in Besitz meines Portemonnaies. Zum Gl\u00fcck war da nur Geld und eine Visitenkarte drin.<\/p>\n<p>Trotz Zeitdruck habe ich mir jetzt mit einer Franz\u00f6sin zusammen R\u00e4der gemietet und wir machen uns f\u00fcr 4 Tage auf zum Karakorum Highway.<\/p>\n<div id=\"attachment_380\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_7160.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-380\" class=\"size-medium wp-image-380\" title=\"DSC_7160\" src=\"http:\/\/chili.leven.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_7160-e1309458331402-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_7160-e1309458331402-200x300.jpg 200w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/DSC_7160-e1309458331402-685x1024.jpg 685w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-380\" class=\"wp-caption-text\">Kinder beim exer... \u00e4hm in der Schule.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Studentin bezahle ich normalerweise die H\u00e4lfte, doch im Westen Chinas wird meine Karte pl\u00f6tzlich nicht mehr akzeptiert. 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