{"id":1282,"date":"2004-08-19T20:59:11","date_gmt":"2004-08-19T20:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/chili.mariane.ch\/?p=1282"},"modified":"2018-12-18T20:22:47","modified_gmt":"2018-12-18T20:22:47","slug":"terebi-im-japanischen-fernsehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chili.mariane.ch\/?p=1282","title":{"rendered":"Terebi &#8211; im japanischen Fernsehen"},"content":{"rendered":"<p>Unsicher stakste ich heute morgen noch \u00fcber den Fischmarkt in Hakodate, wo ich, aus Sicht der Japaner gesehen, wohl auf barbarische Weise eine Kartoffel verzerrte. Ich habe zwar mein Bestes bei der Handhabung der <em>Hashi <\/em>(Essst\u00e4bchen) gegeben, aber irgendwie sahs eben doch anders aus als bei den &#8220;Eingeborenen&#8221;. Welch ein Wunder!<\/p>\n<p>&#8220;American?&#8221; &#8211; &#8220;iie suisu jin des&#8221; &#8211; &#8220;ah Matterhorn, Interlaken, Jungfraujoch&#8221; alle westlichen Europ\u00e4er scheinen Amerikaner zu sein, erw\u00e4hnt man jedoch die Schweiz werden einem gleich alle bekannten Orte aufgez\u00e4hlt. Die Schweiz ist bekannt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1285\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1285\" class=\"wp-image-1285 size-large\" src=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38-300x200.jpg 300w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38-768x512.jpg 768w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image030_30-38.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1285\" class=\"wp-caption-text\">Direkt aus dem Bahnhof, wie im Film.<\/p><\/div>\n<p>Hokkaido gef\u00e4llt mir immer besser, die Landschaft ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Mittlerweile bin ich in Sapporo. Hier scheinen alle mit mir sprechen zu wollen. Nat\u00fcrlich auf Japanisch. Doch ich verstehe bereit Wortfetzen und konnte mich mehr oder weniger verst\u00e4ndigen. Die erste Frage ist sowieso immer woher ich komme. Zwei Frauen, die Unterschriften sammelten sprachen mich an, dann ein Mann, der meine Zeichnungen als <em>kirei<\/em> (=sch\u00f6n) bezeichnete und als ich dann gegen sieben Uhr wieder zur Bahnstation kam, wo ich mich mit Shingo verabredet hatte, wurde ich pl\u00f6tzlich von zwei jungen Menschen gebeten mit ihnen zu kommen. Da war ein Kamera und noch ein paar andere, die herum standen. Niemand sprach englisch, wie immer. &#8220;<em>terebi<\/em>&#8221; &#8211; ah, Fernsehen! Ich verstand schnell, ich m\u00fcsse einfach nur winken. Es war der Wetterbericht von Hokkaido. Auf jeden Fall stand ich ehe ich mich versah im Mittelpunkt der Geschehnisse. Musste einfach neben dem Mann stehen, der den Wetterbericht vorlas und in die Kamera grinsen, zum Schluss noch winken. Kurz vor sieben, also gerade noch rechtzeitig wurde ich entlassen. Ich wartete also vor der Touristeninformation und wartete und wartete&#8230; langsam begann ich dar\u00fcber nachzudenken wie verr\u00fcckt ich eigentlich war, denn ich hatte weder eine Adresse, noch eine Telefonnummer. Keine M\u00f6glichkeit Shingo zu kontaktieren. Leute zogen vorbei, viele schauten mir nach, nur Asiaten&#8230; ausser mir nat\u00fcrlich.<br \/>\nAls ich beinahe so weit war mir zu schw\u00f6ren, dass ich selbst nie mehr zu sp\u00e4t kommen m\u00f6chte, bewegte sich pl\u00f6tzlich jemand auf mich zu &#8220;Malian?&#8221; &#8211; &#8220;Yes!&#8221; Shingo spricht zwar nur gebrochen Englisch, doch er ist sehr nett. Wir gingen Ramen, eine hiesige Nudelspezialit\u00e4t essen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1287\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1287\" class=\"wp-image-1287 size-medium\" src=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47-200x300.jpg 200w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47-768x1152.jpg 768w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47-683x1024.jpg 683w, https:\/\/chili.mariane.ch\/wp-content\/uploads\/2004\/08\/Image027_27-47.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1287\" class=\"wp-caption-text\">Shingo.<\/p><\/div>\n<p>Jetzt sitze ich in Shingos Studio, er ist einkaufen gegangen und ich schmiede Pl\u00e4ne f\u00fcr die kommenden Tage. Im Reisef\u00fchrer wird mein n\u00e4chstes Ziel als &#8220;Ende der Welt&#8221; bezeichnet und genau so viele Busse fahren t\u00e4glich dorthin.<\/p>\n<p><em>Sapporo<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsicher stakste ich heute morgen noch \u00fcber den Fischmarkt in Hakodate, wo ich, aus Sicht der Japaner gesehen, wohl auf barbarische Weise eine Kartoffel verzerrte. 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